Technique C39 prefers-reduced-motion (W3C WCAG)
Quelle / bibliografische Angaben
W3C WAI, WCAG 2.2 Techniques, „Technique C39: Using the CSS prefers-reduced-motion query to prevent motion“.
- URL: https://www.w3.org/WAI/WCAG22/Techniques/css/C39, abgerufen 2026-09-12 (über Firecrawl)
- Datum im erfassten Text nicht angegeben
Dokumentart und Kontext
Eine WCAG-Technik ist ein Beispiel, wie ein Erfolgskriterium erfüllt werden kann. Techniken sind laut Seite nicht verpflichtend. C39 gilt als ausreichende Technik („Sufficient“) für SC 2.3.3 Animation from Interactions und betrifft Bewegung, die durch Nutzerinteraktion ausgelöst wird.
Kurzfassung
Mit der Media Query prefers-reduced-motion respektiert CSS die Einstellung „Bewegung reduzieren“ des Betriebssystems oder Browsers und schaltet Bewegung für Nutzer ab, die das wünschen.
Kernaussagen mit Fundstellen
- Manche Menschen reagieren auf animierte Inhalte mit Ablenkung oder Übelkeit. Bewegen sich beim Scrollen Elemente über die eigentliche Scrollbewegung hinaus, kann das vestibuläre Störungen auslösen (Description).
- Beispiel 1 zeigt zwei Richtungen:
- Bewegung definieren und in
@media (prefers-reduced-motion: reduce)abschalten. - Umgekehrt statische Stile als Standard und Bewegung nur in
@media (prefers-reduced-motion: no-preference).
- Bewegung definieren und in
- Test: Einstellung aktivieren, dann prüfen, ob die Animation entweder essenziell ist oder unterdrückt wird (Tests).
Eigene Einordnung
Die umgekehrte Richtung – statisch zuerst, Bewegung nur bei no-preference – ist robuster, weil eine vergessene Regel dann zu weniger statt zu mehr Bewegung führt. Das ist eigene Einordnung, die Technik nennt beide Wege gleichrangig.