Understanding SC 2.3.3 Animation from Interactions (W3C WCAG)
Quelle / bibliografische Angaben
W3C WAI, „Understanding SC 2.3.3: Animation from Interactions (Level AAA)“.
- URL: https://www.w3.org/WAI/WCAG22/Understanding/animation-from-interactions.html, abgerufen 2026-09-12 (über Firecrawl)
- Datum im erfassten Text nicht angegeben
Dokumentart und Kontext
Erläuterungsdokument zu einem Erfolgskriterium der WCAG 2.2. Das Kriterium selbst ist normativ, die Erläuterung informativ. Stufe AAA – also nicht Teil der üblichen AA-Anforderungen.
Kurzfassung
Bewegungsanimationen, die durch eine Interaktion ausgelöst werden, müssen sich abschalten lassen, sofern sie nicht essenziell sind.
Kernaussagen mit Fundstellen
- Wortlaut des Kriteriums: „Motion animation triggered by interaction can be disabled, unless the animation is essential to the functionality or the information being conveyed.“ (Success Criterion)
- Vestibuläre Reaktionen reichen von Schwindel und Übelkeit bis zu Migräne. Parallax-Scrolling nennt die Seite als häufig nicht essenzielle Animation (Intent).
- Abgrenzung: 2.3.3 gilt für Bewegung nach einer Nutzeraktion. 2.2.2 Pause, Stop, Hide gilt für Bewegung, die automatisch startet. Eine Animation kann gegen beide verstoßen (Intent).
- Drei gleichwertige Wege: unnötige Animation vermeiden, einen eigenen Schalter anbieten oder die Systemeinstellung „Bewegung reduzieren“ nutzen (Intent).
- Das Hereinscrollen neuer Inhalte selbst ist essenziell und erlaubt. Zusätzliche Bewegung beim Scrollen soll abschaltbar sein (Intent).
- Als ausreichende Technik ist unter anderem C39 aufgeführt (Techniques).
Eigene Einordnung
Auch wenn AAA selten gefordert ist: Die Maßnahme kostet in CSS eine Media Query. Für Scroll-getriebene Effekte und View Transitions ist das Kriterium der direkte Maßstab.